Ergebnis zum Erprobungsprogramm "Außenstarts und -landungen mit Motorschirmen" liegt vor

Anfang 2010 lief das Erprobungsprogramm aus, an dem sich zunächst 120 Piloten beteiligten. Im Rahmen des 82. Bund-Länder-Fachausschusses sollte Anfang Juni 2010 in Berlin die weitere Vorgehensweise mit Ländervertretern besprochen werden. Vorab hatten die teilnehmenden Länder Berlin/Brandenburg, Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen schriftlich über das Programm berichtet. Auch der DULV erstellte einen Sachstandbericht zu dem Modellversuch. Unsere Forderung war eine Ausweitung der Allgemeinerlaubnis von Außenstarts und -Landungen mit Motorschirmen - in Anlehnung an das Verfahren zur Erteilung einer Allgemeinerlaubnis für Freiballone - per Allgemeinverfügung. Eine persönliche Argumentation des DULV vor dem Gremium ist nicht vorgesehen.
Seit kurzem liegt uns die Stellungnahme des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) vor:

„Leider wird keine Notwendigkeit zum Erstellen gemeinsamer Grundsätzen des Bundes und der Länder gesehen. Es bleibt den Länder weiterhin anheim gestellt, Aufstiegserlaubnisse in ihrem Zuständigkeitsbereich zu erteilen.“

Das heißt: Alles bleibt so, wie es bereits vor dem Erprobungsprogramm war. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf das Merkblatt unter Rubrik Flugbetrieb auf www.dulv.de. Als Hintergründe wurden von den Ländern u. a. angeführt, dass es in den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Hessen immer wieder zu Beschwerden durch tieffliegende Motorschirme (weniger als 5 - 10 m) gekommen sei, auch wenn keine Zuordnung zum Erprobungsprogramm ersehen wurde. Auch wurde von Mecklenburg-Vorpommern das geringe Interesse an dem Programm genannt, wo lediglich drei Piloten teilgenommen haben. Von den sieben in Nordbayern erteilten Erlaubnissen wurden nur zwei verlängert. Von einem Bundesland wurde sogar die fortgesetzte Nutzung eines Geländes für Starts und Landungen per Allgemeinerlaubnis nach § 25 in Frage gestellt.

Der DULV bedauert diese Entscheidung zutiefst. Wobei auch wir ein relativ geringes Interesse an dem Programm bestätigen können. Von den ursprünglich120 Piloten, die am Erprobungsprogramm teilnahmen, erhielten wir von den am Ende des Programms verschickten standardisierten Fragebögen lediglich 33 auswertbare Bögen zurück (das sind nur 27,5%). Und dies trotz mehrfacher Anfrage.
Erstellt von Christina Schonert am 09.09.2010 09:00