Auslandsfliegen

Im Ausland fliegen

Für Flüge ins Ausland gibt es noch immer noch keine allgemeingültigen Regelungen. Sowohl die Fluglizenzen als auch die Muster- und Verkehszulassungen unterliegen dem jeweils nationalen Recht und müssen nicht zwangsläufig von anderen Ländern anerkannt werden. Bevor also ein Flug ins Ausland geplant wird, sollte man sich darum rechtzeitig mit den dort gültigen Regelungen vertraut machen und evtl. mit den ansässigen Behörden in Verbindung treten.

EUFlying in Europe

Unter folgendem Link hat die European Microlight Federation (EMF) das wichtigste in Kürze zusammengefasst und die Kontaktdaten zu den zuständigen Behörden der europäischen Länder zusammengestellt.

 


ÖsterreichÖsterreich

Der Einflug nach österreich für deutsche UL-Piloten ist weitestgehend in trockenene Tüchern:
Erlass betreffend die Voraussetzungen für die Verwendung deutscher Ultralightflugzeuge (UL) in Österreich

Mit Wirkung ab 18. Juni 2004 darf jeder Inhaber einer deutschen Luftsportgeräteführerlizenz für Ultralight-Flugzeuge ("Ultralight-Lizenz", "Sportpilotenlizenz") seine Berechtigung auf deutschen Ultralight-Flugzeugen nach Sichtflugregeln (VFR, kein Betrieb in Kontrollzonen und SRAs) unter den folgenden Voraussetzungen beziehungsweise Einschränkungen in Österreich ausüben:

   

  • Mitführung der die Lufttüchtigkeit bestätigenden deutschen Urkunden wie etwa Eingeschränktes Lufttüchtigkeitszeugnis beziehungsweise Lufttüchtigkeitszeugnis für Luftsportgeräte, Nachprüfschein, eventuell Lärmzeugnis.
  • Die den §§ 163 ff. Luftfahrtgesetz 1957 idgF (LFG) und § 15 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Untersuchung von Unfällen und Störungen beim Betrieb ziviler Luftfahrzeuge idgF (Flugunfalluntersuchungs-Gesetz - FlUG) entsprechenden Versicherungen müssen gültig vorliegen.
  • Das Luftfahrzeug muss über ein betriebtüchtiges Rettungsgerät, eine Sprechfunkeinrichtung und einen Emergency Locator Transmitter (ELT) verfügen.
  • Die in diesem Erlass festgelegte Anerkennung erstreckt sich nicht auf Fluglehrerberechtigungen und ist auf nichtgewerbsmäßige und unentgeltliche Tätigkeit beschränkt.

Auf die Verpflichtung zur Einhaltung sonstiger österreichischer Rechtsvorschriften wird hingewiesen. Die Wirksamkeit des Erlasses endet mit dem 31.12.2005.

Wien, am 17. Juni 2004

Der Bundesminister und Vizekanzler: Hubert Gorbach

Verlängerung

Die folgenden Sätze stehen in einem Schreiben des Österreichischen Verkehrsministeriums an den DULV:

"Sehr geehrter Herr Konrad! Ich kann Sie darüber informieren, dass Ihrem Ersuchen entsprechend die Gültigkeit der seit dem 18. Juni 2004 in Österreich geltende Regelung für den Einflug von deutschen Ultralight-Flugzeugen nach Österreich nunmehr bis zum 1. September 2006 verlängert wurde. Für den Zeitraum nach dem 1. September 2006 wird seitens meines Ministeriums eine dauerhafte Regelung angestrebt."

Dem Vernehmen nach wurde diese Verlängerung erneut verlängert. (Anmerkung des Autors 7.9.06)

Das heisst für uns im Einzelnen:

  • Für Österreich ist kein Flugplan erforderlich.
  • Wir brauchen auch keine besondere Versicherungen mehr mit einer kleinen Ausnahme bei der Passagier-Haftpflicht-Versicherung: Anders als in Deutschland muss der Halter eine Passagier-Haftpflicht-Versicherung mit folgenden Deckungssummen nachweisen: für Lfz bis 2.700 kg 100.000,00 SZR
  • Wir brauchen ausserdem ein ELT (Emergengy Locator Transmitter)
  • Natürlich müssen wir auch die luftrechtlichen Bestimmungen des Gastlandes beachten (ICAO-Karte, AIP, Flugvorbereitung).
  • Laut der E-Mail-Auskunft eines Mitarbeiters des ÖAeC / FAA vom Juni 2015 ist das deutsche BZF II in Österreich gültig und berechtigt dort zur Ausübung des Flugfunkdienstes. Es wird empfohlen, rechtzeitig vor Einflug nach Österreich mit dem ÖAeC zu klären, ob das tatsächlich so ist.
  • Kontakt: faa@aeroclub.at    

Die Gästeflugregelung für deutsche Ultraleichtflugzeuge wurde vom österreichischen Verkehrsministerium nun auch auf fußstartfähige Motorschirme ausgeweitet, die in Österreich nicht als UL gelten. Danach dürfen nun auch deutsche Motorschirmpiloten bis zum 1. September 2006 nach Österreich einfliegen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Gültiger deutscher SPL, Kennzeichen, Emergency Locator Transmitter (ELT) und eine entsprechende Haftpflicht-Versicherung, die österreichische Ansprüche erfüllt.
  • Die Abgabe eines Flugplans für den Grenzüberflug ist nicht erforderlich. Da man sich luftrechtlich mit deutschen Motorschirmen in Österreich wie ein „klassisches“ UL bewegt, wird daraufhin hingewiesen, dass die Landeerlaubnis auf einem Flugplatz in Österreich im Vorfeld geklärt werden sollte.

SchweizSchweiz

Anton Landolt, der Präsident des SMF und Dr. Ing. Peter von Burg, der Leiter der Ecolight-Zulassungsstelle beantworten hier häufig gestellte Fragen hinsichtlich des Einflugs in die Schweiz.

Fliegen in der Schweiz